szmmctag

  • Alain Stivell (2)..

    oder über die Harfe.
    Vor wenigen Tagen fuhr ich an einem sonnigen Morgen in der Hessischen Landesbahn vom Vogelsberg nach Gießen, wo übrigens in Kürze die Landesgartenschau 2014 beginnt.

    CIMG1013

    Das "kleine Universitätsstädtchen" besitzt zudem den ältesten - und sehr ansprechenden - botanischen Garten Deutschlands, der sich heute noch an seinem ursprünglichen Standort befindet und mit dem mich viele schöne Erinnerungen verbinden und in dem u. a. auch die russische Zarin Zeit verbrachte.

    Botanischer_Garten_Gießen_Teich

    Ich..
    RRK-Dettelbach_2
    saß jedenfalls in einer gut besetzten Regionalbahn und um mich herum fuhren gutgelaunte Menschen, viel junge, einige ausgelassene Kinder.

    Da setzte sich ein imposanter, mächtig gewachsener Langhaariger neben mich. Auf den Knien ein Buch in Englisch "Across Centuries and Countries..", ein wissenschaftliches Werk über Musik.

    Ich sprach ihn an, wir kamen ins Gespräch.. und ich in den Genuss einer Vorlesung aus dem Gedächtnis über die Harfe im Allgemeinen, im Speziellen und Artverwandtes.
    Ein Thema das mich berührte.
    Siehe auch
    http://beaumonde.blog.de/2013/03/16/alain-stivell-15634444/
    Schon bald erreichte der Zug Giessen, und wir schieden mit freundschaftlichem Händedruck.
    Dieser beeindruckende Mann verriet mir noch, dass er Veranstalter des Harfen Sommers sei
    http://www.harfenforum.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=5510
    und
    http://lilienherz.de/
    einer vielfältigen internationalen Veranstaltung in einem Zirkuszelt neben der Jugendherberge Lauterbach.
    Als Beleuchter, so erinnere ich mich, konnte er den Fachmann des Mainzers Theater gewinnen.
    Er erzählte mir viel über die sog. Keltische Harfe, die Lyra, Leier des Altertums, über Wanderharfen, über Alain Stivell u. u. und..

    Auf meine Frage, ob die Harfe auch mit "moderner" Musik denkbar sei, erfuhr ich, dass es möglich ist, sie wie Jimi Hendrix auf seiner Gitarre zu spielen.

    CIMG1011

    Gut gelaunt bummelte ich Richtung botanischer Garten und trank dort einen heißen Earl Grey Tee, um dann meinen Tag zu beginnen. ;)

    CIMG1038

    Das wollte ich euch mitteilen.
    Ciao
    Ralli Beaumonde

  • Jemand schreibt..

    "Kleines Mädchen dirigiert wie Karajan"..

    Ich meine, auf jeden Fall sehenswert?
    ciao
    Ralli Beaumonde

  • Die Welt der Karten.. (2)

    .. ich möchte diesen ergänzenden Eintrag zum Anlass nehmen, ein Online-Kartenkunststück (Drei Ausrufezeichen hinter "Online" !!!) aus dem Bereich der Mentalmagie mit Karten hier vorzustellen.
    Ich erhielt diese Anregung und den Link von "Seefahrer" http://seefahrer.blog.de.
    Der verblüffende Videoeintrag firmiert im Internet unter "Bester Kartentrick der Welt". Das mag m. E. etwas zu hoch gegriffen sind, aber seht selbst:

    Nun, wie gefällt der Trick..
    und wie geht er?
    Na, klar.. so geht's.
    Danke an Peter Seefahrer, sehr originell.
    ciao
    Ralli Beaumonde

  • Die Welt der Karten..

    eine meiner alten Lieben seit Kindheitstagen..
    Wie duften die sorgfältig hergestellten Spielkarten, wie genau und schön ist ihre Druckkunst, wie exakt sind sie geschnitten, wie poliert ihr Papier, glänzend ihre Farben!
    Das ist keine Liebeserklärung an eine schöne Frau, das empfand ich - u. a. - schon als Kind für qualitativ hochwertige Karten, damit meine ich Spielkarten aller Art.

    Mehr zu diesem Hobbby - Magie - schrieb ich z. B. in meiner Erzählung http://beaumonde.blog.de/2013/11/27/magie-17100171/
    oder auch
    http://beaumonde.blog.de/2011/12/16/unglaublich-wahr-12312194/
    und
    http://beaumonde.blog.de/2012/06/28/gerade-mal-amsterdam-spazieren-13985082/

    Beim Stöbern fand ich ein Angebot einer netten Dame aus einer norddeutschen Großstadt.
    Sie schrieb u. a.: "Durch einen glücklichen Umstand konnte ich Zauberartikel aus dem Nachlass von Janos Bartl erwerben. Die Ware wurde jahrelang gelagert und befindet sich in einem sehr guten Zustand."

    Wer ist oder war Janos Bartl?

    karten

    Janos Bartl (1) * 13. April 1878 in Nagybecskerek, † 27. September 1958 in Hamburg, war ein deutscher Zauberkünstler, Hersteller von Zauberrequisiten und Zauberhändler in Hamburg.

    Der Zaubergerätehändler Bartl wuchs im damaligen Ungarn (heutiges Serbien) auf und erlernte nach der Schulzeit das Buchbinderhandwerk.

    Bartl begann als umherreisender Berufs-Zauberkünstler unter dem Bühnennamen „Aradi“. 1910 zog er nach Hamburg und eröffnete dort 1911 zusammen mit seiner Frau Rosa Bartl ein Zaubergeschäft „Bartl’s Akademie für moderne magische Kunst“.

    Von 1919 bis 1924 ging er eine Partnerschaft mit Carl Willmann ein und produzierte Zaubertricks und Requisiten in der „Vereinigten Zauberapparate Fabrik Bartl & Willmann“. Dann kaufte er Willmanns Anteil und führte den Betrieb bis 1935 alleine weiter als „Carl Willmann–Janos Bartl Nachfolger“. Die Firma erlangte schon bald danach Weltruhm.

    Nun konnte ich ein solches Pack Karten für meine Sammlung erwerben:

    karten_2

    Damit lassen sich - bekanntermaßen - sehr einfach eine Reihe sehr verblüffender Kunststücke realisieren.
    Hier einige Möglichkeiten aus der englischen Beschreibung
    Trick Nr.1: How to read any card from its back
    Trick Nr.2: How to always tell the bottom card
    Trick Nr.3: How to tell how many cards have been cut
    Trick Nr.4: How to instantly name the location of any card
    Trick Nr.5: How to name every card in the other fellows hand
    Trick Nr.6: How to deal a royal straight flush (2)
    Trick Nr.7: How to deal out a perfect bridge hand

    Danke an die nette Dame, Frau Petra K., für die freundliche Erlaubnis zur Verwendung Ihrer Fotos.

    Liebt jemand Spielkarten? Es ist ein harmloses, freundliches Hobby.. nur zu!
    Liebt jemand Zaubertricks? Damit kann man anderen Menschen viel Freude machen, es ist interaktiv. Auch hier: Nur zu!
    ciao
    Ralli Beaumonde

    (1) Quelle Wikipedia
    (2) Pokerspieler sollten solche Tricks nicht einsetzen, im Wilden Westen endeten sie i. d. R. tödlich.. ;)

  • Ich mag diesen Film..

    ich schreibe später dazu.
    28.01.2014: Ja, als ich den Blogeintrag schrieb, sehnte es mich danach, diesen Film wieder einmal zu erleben, und ich schaute ihn mir an.. fasziniert wie bisher auch. Ich begleitete den Film"helden" durch seine interessanten Abenteuer und genoss die kulturgeschichtliche Rahmenhandlung, die, wenn nicht gut erfunden, sich so oder so ähnlich ereignet haben könnte.
    Nur, der Film gefällt mir. Was erwarte ich? Muß er "anderen" auch gefallen?
    Und das in einer Zeit, in der wir uns vor neuen Reizen kaum abgrenzen können.
    Dann die tausende und abertausende von Videoclips und Songs, die ins Netz gestellt werden.
    Was soll ich also schreiben?
    Ich lasse es sein.
    Ja, es würde ins Leere gehen. Was soll das, der Film ist eine persönliche Marotte von mir, eine von vielen. Soll ich ihn wie Sauerbier anbieten. Es ist nur ein Film und er erklärt nicht die Welt.
    Oder doch? Es gibt unzählige Filme. Was könnt ihr dafür, dass gerade dieser mich anspricht? Neben vielen anderen, übrigens. ;)
    Vielleicht spricht dieser ältere Film für sich selbst und für das, was er in mir anklingen läßt?
    Sollte jemand die Zeit und Muße aufbringen, diesen Film anzuschauen.. viel Spass und eine angenehme Reise!
    Ich bin dabei..

    ciao
    Ralli Beaumonde
    Hinweis: Doppelklick auf das laufende Video bewirkt Darstellung im Vollbildmodus.
    Und falls dieses Video bzw. der Link dorthin einmal gelöscht wird: Der Film ist mit Glenn Ford als männlicher Hauptdarsteller und trägt den Titel "(The Secret of)The green Glove", 1952.
    Siehe auch: http://www.answers.com/topic/the-green-glove-1

  • Swirri..

    zunächst einmal ein gutes Neues Jahr!

    So richtig angekommen bin ich gefühlsmäßig erst heute, man möge mir das nachsehen..
    Und dann habe ich mir vorgenommen - mit (euren) vereinten Kräften - das Neue Jahr zu einem guten neuen Jahr werden zu lassen, es zu versuchen, dahin zu bringen.

    Inspiriert hat mich dazu die Blogfreundin Heide aus Südfrankreich mit ihrem optimistischen Eintrag
    http://querverbindung.blog.de/2013/12/31/sylvester-17523601/
    Ich bin den Jahreswechsel dagegen zunächst mit viel (begründeter) Skepsis angegangen.. und habe mich nun anders entschieden.

    Und weil mir danach ist, gehört auch ein würdiger Rahmen dazu, zum Zeichen, dass es ernst gemeint ist.

    CIMG0784

    Ich habe die Flasche Mumm geöffnet und mir ein Glas Sekt eingeschenkt, was ich zum Zeichen meines Bündnisses mit dem neuen Jahr und auf euer aller Wohl momentan geniesse. *)

    Taittinger (siehe Foto) steht nicht auf meinem Speiseplan, das ist eine andere Geschichte.

    Zurück zum Thema "Swirri":
    Ich hatte es schon einmal allgemein angerissen
    http://beaumonde.blog.de/2013/11/10/gibt-neues-16809641/
    Worum geht es?

    swirri
    swirri2

    Ich weiß nicht mehr, woher ich "Swirri" habe, aber - ich habe mir zunehmend in den Kopf gesetzt - es als "historisches Kulturgut" an einen angemessenen Platz zu bringen.
    "Ja, sagt mal, gibt es nichts wichtigeres auf der Welt zu tun, als so einen durchgeknallten Kram? ..Doch, gibt es, aber darum gerade.."

    "Swirri" ist ein Produkt und Zeitzeuge aus den Anfangstagen unserer schnelllebigen Zeit und unseres Wegwerf-Daseins. ;)
    Möglicherweise ist diese kleine Flasche, die einzig erhaltene überhaupt, und würde sie - logischerweise und bestimmungsgemäß jetzt mit 50, 60 Jahre oder mehr Verspätung in die Gelbe Tonne wandern, wäre sie als Zeitzeuge für immer verschwunden.

    Lassen wir uns "Swirri" als Kunstwerk betrachten:
    Da fällt mir die Kinderbadewanne des Düsseldorfers Aktionskünstlers Joseph Beuys ein, deren Geschichte ich hier erklärungshalber zitieren möchte. (Quelle: Wikipedia)

    "Die mit Heftpflaster, Mullbinden, Fett und Kupferdraht bearbeitete Säuglingsbadewanne, erstmals 1968 oder 1969 in der Kunstakademie Düsseldorf öffentlich ausgestellt, war 1972 bis 1973 neben anderen Werken von Beuys als Leihgabe des Kunstsammlers Lothar Schirmer Teil der Wanderausstellung „Realität – Realismus – Realität“ von sieben städtischen Museen, darunter das Wuppertaler Von der Heydt-Museum als Leihnehmer und das Städtische Museum für moderne Kunst Leverkusen.
    Eine Schrifttafel trug den Vermerk, in diesem Gefäß sei einst der Säugling Joseph Beuys gebadet worden. Dieser wurde von Unbekannten mit den Worten „Offenbar zu heiß“ ergänzt.

    Für die Ausstellung im Schloss Morsbroich ging das Werk nach Leverkusen und wurde dort eingelagert, da die Ausstellung noch aufgebaut werden sollte. Der SPD-Ortsverein-Leverkusen-Alkenrath feierte am 3. November 1973 in diesem Museum ein Fest. Zwei SPD-Mitglieder, Hilde Müller und Marianne Klein, suchten eine Schüssel zum Gläserspülen und entdeckten die scheinbar mit Heftpflaster und Mullbinden verschmutzte Badewanne, ohne zu ahnen, dass diese mit ihren Materialien ein Kunstwerk war. „Wir dachten, das alte Ding könnten wir schön sauber machen und benutzen, um darin unsere Gläser zu spülen“, erinnern sie sich, „so wie die aussah, konnten wir sie nicht gebrauchen. Deshalb haben wir die Wanne geschrubbt.“

    Dadurch wurde ein Skandal ausgelöst; Beuys war nicht begeistert. Schirmer fiel in Bezug zu dem verunstalteten Objekt zunächst nur der Vergleich mit einem „rasierten Kaktus“ ein. Die Stadt Wuppertal als Leihnehmer wurde durch Schirmer verklagt und 1976 vom Wuppertaler Landgericht in erster Instanz zu 40.000 DM und vom Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz zu 58.000 DM Schadensersatz verurteilt; Schirmer bekam dabei auch die Badewanne zugesprochen. Im Auftrag von Schirmer stellte Beuys 1977 in München die Badewanne in ihrem ursprünglichen Zustand als Kunstwerk wieder her, wobei alle vorhandenen Fotografien zurate gezogen wurden. Als Schenkung von Lothar Schirmer wurde die Wanne 2013 Bestandteil der Beuys-Sammlung der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München.

    Ein ähnliches Schicksal widerfuhr 1986 Beuys’ Fettecke in seinem ehemaligen Atelier Raum 3 in der Düsseldorfer Kunstakademie, die nach dem Tod des Künstlers vom Hausmeister der Akademie entfernt wurde."

    Soviel dazu und soviel zu meinem Ansinnen, "Swirri" einen würdigen Platz in der musealen Welt zu beschaffen. In einer ernstgemeinten Sammlung mindestens.. wir haben ja sonst nur Wichtiges auf dieser Welt zu erledigen.

    Mein erster Versuch ging diesbezüglich - bequemerweise - über Ebay.
    Dort hatte ich "Swirri" in dem Bewußtsein der von jedem auf Anhieb erkennbaren Bedeutung, optimistisch, wie ich bin, mit guten 200,-- Euro Festpreis eingestellt.
    Aber ohne Erklärung geht soetwas nicht.

    Das war mir klar, als ein gutmeinender Sammler freundlich anfragte, was mich zu meinem "Phantasiepreis" von mittlerweile schlappen 45,-- Euro Anfangsgebot inspiriert hätte?
    Eine durchaus berechtigte Frage:

    Für den, der bis hier durchgehalten hat - es lebe der Kulturhistorismus, was immer das sein mag, falls es soetwas gibt - hier meine "logische" Erklärung. (..vor dem Öffnen der Flasche Mumm.):

    "Antwort: ich bin ihnen dankbar für ihre frage, denn der preis und der zusammenhang können unverständlich erscheinen und bedürfen richtigerweise eine erläuterung. darf ich vorwegschicken, dass es mir - in diesem fall - nicht um einen möglichst hohen materiellen gewinn geht. das bitte ich zunächst einmal zu glauben, sie werden es auch nachvollziehen können, wenn sie frühere angebote, z. b. aufwendig gerahmte antike stiche hier beobachtet haben, die ich für etwas mehr als 10 euro eingestellt habe, die aber preislich auf einem niveau von 100,-- bis 300,-- euro lagen. "swirri" ist tatsächlich mein liebling, aber ich bin kein professioneller nostalgiesammler. ich könnte mir vorstellen, dass "swirri" in einer ernsthaften, geeigneten umgebung z. b. evtl. auch einem museum - bitte lachen sie nicht - einen guten platz verdient hätte oder in einer passenden sammlung. ich finde "swirri" optisch ansprechend und letztlich ist es ein kulturhistorisches gut der zukunft, genau gesagt der jüngeren vergangenheit, das wegen seiner alltäglichkeit und unwichtigkeit leicht untergehen kann, wie viele andere dinge. ich hatte "swirri" bereits mit einem festpreis von ca. 200,-- euro eingestellt, das ist zum einen der preis, den ich als "angemessen" empfinde und von dem ich auch verstehe, dass er leicht einen tippenden zeigefinger an die stirn des lesers/in hervorrufen kann. würde ich "swirri" für z. b. 10,-- euro anbieten, ist mit einiger wahrscheinlichkeit davon auszugehen, das dieser zeitzeuge über kurz oder lang doch den weg in die gelbe tonne findet. "was soll auch die olle plastikflasche von opa?" ein spürbarer preis ist ein schutz. erzählen sie mir von ihrer sammlung, was sammeln sie, stellen sie dinge aus oder handeln sie damit. hat ihre sammlung musealen charakter? also mit ihrer bezeichnung "phantasiepreis" liegen sie schon richtig, aber wie soll man einen ideell und mittelfristig kulturhistorisch interessanten gegenstand sonst vor der entsorgung schützen? ciao"

    Soweit das Neueste vom hiesigen Bemühen um "unsere Kultur"..
    Neue Horizonte tun sich auf: "Swirri" wandert für gute 2000,-- US$ in ein amerikanisches Museum? ;)
    Obwohl dieser Blogeintrag ernst gemeint ist, ist er nicht immer ganz ernst zu nehmen.. so wie unser neues Jahr 2014..

    .. auf das ich nun mein Glas leere..
    ciao
    Ralli Beaumonde

    *) zur Erläuterung: An Sylvester habe ich/wir nicht angestossen.

  • Kleine Ursachen..

    ..wirken fort.
    Oder eine Geschichte "wie Hulle".. ;)

    Es mag gut vor einem halben Jahrhundert gewesen sein, als irgendwo in England jemand - möglicherweise beim Frühstück - eine Zeitung las.

    Vielleicht hieß sie "Gloucester Citizen"? **)

    Und er oder sie las die Witzecke, amüsierte sich und kam auf die Idee, dort einen Witz einzusenden.

    Gesagt, getan.
    Seine oder ihre Zuschrift wurde veröffentlicht.

    Diesen Witz las nun ein Mr. E. Sterry aus Mitcheldean.
    Und weil dieser Witz ihm gefiel, schickte er ihn an Bryant & May *), eine Zündhölzerfabrik, weil diese solche Einsendungen mit etwas Glück auf der Rückseite ihrer Streichholzschachteln veröffentlichte.

    Mr. Sterry hatte Glück, sein Witz wurde ausgewählt und tausendfach gedruckt.

    johnny2

    Damit war die Sache eigentlich gelaufen..
    wenn nicht jemand aus England vor etwa 50 Jahren Deutschland besucht hätte, Raucher war, und eine solche leere Streichholzschachtel weggeworden bzw. liegen gelassen hatte.

    Dieses wurde nämlich von einem jungen Mann gefunden und weil er sie interessant und hübsch fand, aufgelesen und mitgenommen.

    Und bei diesem Mann lag sie dann mehr als 40 Jahre als Andenken an "was weiß ich?" in einer Schublade neben anderen Dingen.

    Jetzt ist sie wieder in die Öffentlichkeit unter Menschen zurückgekehrt: Als Auktionsobjekt bei einer Versteigerung. :))

    johnny1

    Ein weiter Weg, den "Johnny's Witz" zurückgelegt hat und von "England's Glory" erzählt?

    ciao
    Ralli Beaumonde

    Ergänzung:
    Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürfen wir annehmen, das Mr. E. Sterry Raucher war und mit weniger Wahrscheinlichkeit, dass ihm die Idee mit dem Witz kam, als er badete und sein Telefon klingelte?

    Die Übersetzung des Witzes ist bei den Kommentaren zu finden, Danke dafür Luise von "EureLuise". :)

    *) http://en.wikipedia.org/wiki/Bryant_and_May
    **) http://www.gloucestercitizen.co.uk/

    Ergänzung 29.12.2013:
    Ich zitiere aus http://blog.giffits.de/
    "Wussten Sie, dass es lange Zeit ein Monopol für Streichhölzer gab?

    Mit dem schönen bürokratischen Namen „Zündwarenmonopolgesetz“ wurde im Reichstag 1930 verabschiedet, dass lediglich eine deutsche Firma, die Deutsche Zündwaren-Monopolgesellschaft, berechtigt war, Streichhölzer in Deutschland zu vertreiben. Reglementiert wurden die zu produzierenden Kontingente, die Verbote des Exports und der Unternehmensneugründungen. Grund für diese Regelung war der Schwede Ivar Kreuger. Er hatte die Reglementierung zur Bedingung für die Gewährung eines Kredits von 500 Millionen Reichsmark gemacht. Das Deutsche Reich ging auf die Bedingung ein, weil Weltwirtschaftskrise und Reparationszahlung das Land finanziell gebeutelt hatten. In 1983 wurde das Monopol aufgehoben, erst als nach 53 Jahren [von mir ergänzt, Ralli] der Vertrag ausgelaufen war und alle Rückzahlungen geleistet wurden. (Quelle: Wikipedia)
    Wie Streichhölzer zu Werbeartikeln wurden

    Wenn nun bis 1983 so starke Reglementierungen auf Streichhölzer bestanden, drängt sich die Vermutung auf, dass sie auch nicht als Werbeartikel eingesetzt werden durften. Die Vermutung ist richtig. Ob in Schachteln oder Briefchen – das Layout der Streichholzschachteln war erst nach 1983 wieder frei gestaltbar. Zwar hatten Streichhölzer schon vor 1930 ihren Einzug in die Werbeartikelbranche gehalten, in der Zeit der Monopolregelung bekamen sie jedoch den Einheitslook und Fantasie war unerwünscht. Vielleicht war das der Grund, dass sie in den Achtziger Jahren in allen Farben und Formen ihr Comeback auf dem Werbeartikelmarkt hatten."

    Interessant fand ich auch den Eintrag
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ivar_Kreuger
    über Ivar Kreuger, den es sich zu lesen lohnt. ;)

  • Nächtliches Stöbern.. (2)

    zunächst mal eine Aktualisierung zum "Müllbild" aus dem Blogeintrag "Nächtliches Stöbern..":

    so sieht es aus:
    CIMG0643a
    "Romantische Szene" antiker Druck eines Ölbildes auf Karton mit Unterlage Leinwand.
    Größe ca. 52 x 68 cm
    Anlegestelle Raddampfer.
    Das Bild wurde vor ca. 50 Jahren auf einem nordfranzösichen Flohmarkt erworben.
    Es zeigt möglicherweise Speyer nach einer ähnlichen Abbildung in "Knaurs Kulturführer in Farbe Deutschland", 1976
    Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München Zürich. Seite 701.
    Das Bild ist verschmutz, in schlechtem Zustand, beschädigt, Löcher und Risse.
    Es gelangte vermutlich während der französichen Besatzung von Deutschland nach Frankreich?

    Auch eine Art "Raubkunst"? :))

    Und dann wäre wohl die Überschrift "Nächtliches Stöbern" besser durch "Nächtliches Stöhnen" zu ersetzen,da wir gestern oder vorgestern laut Bild-Online - die mal wieder -
    W e l t o r g a s m u s t a g
    "feierten"? :crazy:
    Na, mehr fällt mir zu diesem Thema nicht ein.

    Was gibt es sonst Neues?
    Aus allen Kanälen säuselt Weihnachten. Die Sprecher und Sprecherinnen haben ihre Schokoladenstimme eingeschaltet, als wollten sie vollmundigen, samtenen Rahmcamembert vermarkten.
    Ach übrigens, es war auch ein gutes Jahr 2013.. wurde soeben im hessischen Rundfunk HR zitiert.
    Und.. 2014 wird auch gut, so eine offizielle Erklärung aus den USA und der BRD.
    Althergebrachte Gebräuche werden ausgekramt, Sitten und Gebräuche dürfen drei Tage fröhliche Urstände feiern und Backrezepte überschwemmen unsere Republik. ;)
    Wer hätte etwas gegen feine Plätzchen einzuwenden?
    Leute backen Plätzchen. Um 12:35 Uhr war es soweit: In Wiesbaden wurde der schwarz-grüne Koalitionsvertrag unterzeichnet. Schwarz-rot in Berlin ist.. schon.. Geschichte.
    Man backt eben allerorten. ;)


    In der Weihnachtsbäckerei - Rolf Zuckowski... von DSDS2010

    Also Friede, Freude und Zuckerguß, wo man hinsieht.
    Trotzdem Fröhliche Weihnachten!
    ciao
    Ralli Beaumonde

    Wie sagte Mutti zum jugendlich gestressten Verkäufer in der CD-Abteilung? "Ham se nicht diesen Lovesong, 'Süßer, die Glocken nie klingen'?
    Vielleicht liegt Bild-Online doch richtig? ;)

  • Nächtliches Stöbern..

    in internationalen Auktionshäusern..
    "mit dem Finger auf der Landkarte" oder wie es heute heißt: "Online"..
    "virtuell".

    Ich bin unterwegs und gebe aus einer Laune heraus den Namen einer israelischen Malerin aus Giv'atayim ein, von der ich über ihren Ehemann vor fast 30 Jahren ein Bild in Netanya erwarb.

    Und bin erstaunt.. lande einen Treffer, mehrere Treffer - genauer gesagt: Die Dame ist international gelistet. Kein Gustav Klimt, aber ich freue mich für sie.
    Ich erinnere mich, das Bild kostete damals umgerechnet etwa soviel wie ein Mittagessen und wie ich sehe, zahlt man für ihre Bilder dieser Art inzwischen den Preis von etwa zehn Mittagessen. :)
    Nach den Auktionsabbildungen zu urteilen, ist sie ihrem Stil treu geblieben.
    Es war ein nettes Gespräch damals.*) Vielleicht hat das "mazel tov" geholfen?
    Wir sprachen damals auch darüber, ihre Bilder nach Deutschland zu exportieren. Ich ließ aber die Idee wieder fallen, das eine Exemplar nahm ich als Muster mit, und weil es mich ansprach.

    Das ist "mein" Bild, eine Erinnerung:
    ahuva_weiss

    Und das ist eine der Neuerwerbungen, die mir gefällt. Das Gemälde kam vor wenigen Tagen in meinen Besitz, den Künstler kenne ich (noch) nicht.
    Das heißt, ich recherchiere noch.. ;)
    Es stammt aus einem Nachlass, so die Angabe:
    impre
    Wie unschwer zu erkennen ist, dieses Bild ist nicht von der israelischen Malerin..

    Und dieses Exemplar kam gestern mit DHL, ein zweites ist noch verschollen.
    Es steht nicht ganz zufällig in der Nähe des Abfalls.. ;)
    tünn **)

    Gute Nacht, laila tov,
    ciao
    Ralli Beaumonde

    *) siehe auch:
    http://beaumonde.blog.de/2013/03/03/freundschaft-15585467/
    **) Ergänzt am 23.12.2013, so sieht es aus:
    CIMG0643a
    "Romantische Szene" antiker Druck eines Ölbildes auf Karton mit Unterlage Leinwand.
    Größe ca. 52 x 68 cm
    Anlegestelle Raddampfer.
    Das Bild wurde vor ca. 50 Jahren auf einem nordfranzösichen Flohmarkt erworben.
    Es zeigt möglicherweise Speyer nach einer ähnlichen Abbildung in "Knaurs Kulturführer in Farbe Deutschland", 1976
    Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München Zürich. Seite 701.
    Das Bild ist verschmutz, in schlechtem Zustand, beschädigt, Löcher und Risse.
    Es gelangte vermutlich während der französichen Besatzung von Deutschland nach Frankreich?

  • Um mich herum..

    herrscht offenbar rege Weihnachtsgeschäftigkeit.
    Ich möchte dieses nicht werten, denn ich kann mir vorstellen, dass es sowohl als angenehm empfunden wird, andere es dagegen als Stress werten.
    Eine Blogfreundin hat sich dazu folgendes einfallen lassen

    http://der-schoene-moment.blog.de/2013/12/17/weihnachten-einfach-gemacht-mdr-jump-morningshow-17-12-17424278/

    Ich dagegen, möchte eine kleine wahre Begebenheit erzählen, die nur in soweit mit der Weihnachtszeit zusammenhängt, dass sie ein Anhalten im positiven Sinne erzeugen könnte?

    Die Sache fiel mir gestern auf einem Spaziergang durch eine verwilderte Berggegend ein, den ich mit einem meiner Söhne, seiner Frau und ihren beiden Söhnen unternahm, und "Gegenstand der Erzählung" ist mein Sohn als ca. 12jähriger Junge.

    Ich erzählte diesen Vorfall seiner Frau, plauderte sozusagen - im Beisein meines Sohnes natürlich - aus seinem "Kinderzeitnähkästchen", und wir amüsierten uns alle auf seine Kosten, denn.. nun ihr werdet es erfahren:

    Es war also vor Jahren als die Nintendo- und TV-Welle unsere Söhne suchtartig erfasste.
    Das ging nun schon eine Weile so, und eines Tages auf einem Spaziergang mit mir ins Feld klagte mein Großer über Übelkeit, Kopfschmerzen und vermeintliche Sehstörungen.
    Da mir die übermässige Fernsehguckerei meiner beiden Söhne auch etwas Sorgen machte, kam mir eine verwegene und pädagogisch sehr fragwürdige Idee, die auch eigentlich nicht fair war, aber sie reizte mich.
    Nun muss man wissen, dass ich wohl einen Tag vorher alleine mit unserem Hund schon einen Spaziergang in diese Gegend gemacht hatte, vom Hauptweg in einen Nebenweg eingebogen war, an dessen Ende ein Schild stand, kurz vor dem urwüchsigen Wald, welches besagte: Naturschutzgebiet, ein grünes Schild mit einem abgebildeten Greifvogel an einem Holzpfahl befestigt.
    Und wie es sich ergab, hatte ich wohl beim Laufen einen wohlgeformten kleinen Stein entdeckt, den ich - weil er recht schön war - oben auf den Pfahl des Schildes legte, ohne mir weiter etwas dabei zu denken oder zu planen.
    Dieser Stein fiel mir nun ein, und ich lenkte das Gespräch auf das "Augenthema" und fragte meinen Sohn, ob er das weitab links im Feld stehende Schild erkennen könne?
    Ich muß zugeben, es war möglich, für einen Normalsehenden, ein Schild zu erkennen, nicht unbedingt, was für eines.
    Ja, das Schild könne er wahrnehmen, war seine beruhigte Antwort.
    Nun ritt mich der Schalk.
    Ich fragte ihn sehr ernst, ob er den kleinen Stein oben auf dem Pfahl erkennen könne?
    Ich möchte klarstellen, selbst mit Hilfe eines Fernglases wäre ich mir da nicht sicher gewesen.
    Mein armer Junge dachte, ich spasse.
    Nein, sagte ich gespielt verwundert, sag bloß, du kannst nicht diesen schönen Stein dort entdecken?
    Fassungsloses Ratlosigkeit. Ungläubiges Staunen.
    Da ist doch kein Stein, versuchte er es.
    So kamen wir überein dorthin zu gehen und es nachzuprüfen.
    Nach wenigen Minuten erreichten wir das Schild, und mein Sohn sah den Stein.
    Er war sozusagen am Boden zerstört.
    Seine Nintendo-orgel-Karriere war innerlich zu Ende, es hatte ihm einen schweren Schlag versetzt.
    Ich ließ die Sache noch einen Moment so stehen, dann überwältigte mich das Mitleid, und ich klärte ihn über die Geschichte auf.
    Nun, er war wütend und erleichert zugleich, und er hat mir verziehen.

    Damit war aber die Geschichte noch nicht zu Ende.
    Als ich mich Jahre später mit ihm daran erinnerte, gestand er, am folgenden Tag diesen Scherz mit einem seiner Freunde nach dem bewährten Muster durchgezogen zu haben.
    Er macht einen Moment Pause in seiner Erzählung und fuhr dann fort:
    Als er mit seinem Freund an das Schild kam, war kein Stein mehr da!
    Ratlosigkeit und Lachen auf Seiten seines Nintendo-Mitspielers.
    Also, als ich das hörte, tat mir mein Sohn doppelt leid.
    Den Triumpf hätte ich ihm doch gerne gegönnt, der wäre verdient gewesen.

    So, gestern haben wir daran gedacht.
    Und damit ist meine "vorweihnachtliche" Geschichte zu Ende.
    ciao
    Ralli Beaumonde
    P. S. Korrekturlesen beizeiten.

    Diese Begebenheit steht in Zusammenhang mit meinen beiden Erzählungen
    http://beaumonde.blog.de/2011/11/07/maskenball-12133058/
    und
    http://beaumonde.blog.de/2011/07/29/australischer-dingo-11568391/

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